Wiener Privatkindergärten Kampange "kindergartenbraucht“

Personalmangel, zu große Gruppen…

Wiens Private Kindergärten machen mit neuer Kampagne aufmerksam

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In Betriebsversammlungen haben Elementarpädagoginnen und Assistentinnen aus privaten Kindergärten und Horten in den vergangenen Wochen auf die angespannte Situation aufmerksam gemacht. Jetzt folgt dazu die neue Kampagne „#kindergartenbraucht“.

Seit Jahren weisen die privaten Kindergartenträger*innen (Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, KIWI-Kinder in Wien und die St. Nikolausstiftung) darauf hin, dass die Rahmenbedingungen für die Arbeit im Kindergarten und Hort verbessert werden müssen. Die Corona-Pandemie hat die ohnehin schwierige Situation nun noch weiter zugespitzt.

Teilweise war und ist es kaum möglich, den Betrieb in einzelnen Einrichtungen aufrechtzuerhalten: Krankenstände und Quarantäne verschlimmern den bereits bestehenden Personalengpass, wo ohnehin schon aktuell rund 300 Stellen für Pädagoginnen bei den vier Trägerinnen zu besetzen wären. In den Krisenzeiten wurde auch wieder mehr als deutlich, wie sehr Kindergärten systemrelevant sind.

Diesen Donnerstag präsentierten die Trägerinneninitiative dazu eine Kampagne, welche die aktuellen Problematiken benennt und einen Überblick über die Situation in den Einrichtungen verschafft.

 

Hashtag #kindergartenbraucht

Unter dem Hashtag #kindergartenbraucht wurde in Videobeiträgen und Social Media Postings aufgezeigt, welche Rahmenbedingungen für eine adäquate und umsorgende Betreuung und elementare Bildung notwendig sind. Mit der Präsentation wurde  gleichzeitig auch eine Einladung an die Politik ausgesprochen, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. In der Woche von 16. bis 20. Mai stehen die Türen der Einrichtungen der vier Trägerorganisationen jenen Politiker*innen offen, die einen Tag lang in einem Kindergarten hospitieren möchten, um sich von der Situation vor Ort ein Bild zu machen.

Die wesentlichsten Reformen, die die Trägerinneninitiative ausgearbeitet hat, betreffen die Fortsetzung des Ausbaus von Kindergärten und Horten und die Etablierung einer gesetzlichen Grundlage, um die Verkleinerung von Kindergartengruppen zu ermöglichen. In Form einer gestaffelten Reduktion der Gruppengrößen auf der einen, und einer Personalaufstockung auf der anderen Seite wäre es durchaus möglich, den Fachkraft-Kind-Schlüssel zu verbessern.


Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien wurde im September 2020 von den vier größten privaten Kindergarten- und Hortträger*innen ins Leben gerufen, um auf die dringend zu verbessernden Rahmenbedingungen in der Elementarpädagogik hinzuweisen und konkrete Forderungen an die Politik zu richten.
 

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